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Artikel in der Kategorie Ori-Berichte

  • Weckmannfahrt beschließt Meisterschaft 2019

    Dienstag, 19. November 2019 - in Ori-Berichte

    Die 20. Weckmannfahrt war die letzte von Jürgen van Eck. „Nun ist endgültig Schluss“, hat er bei der Siegerehrung nochmal besonders betont. Zum Abschluss hat sich Jürgen was besonderes einfallen lassen: Eine zweitages Veranstaltung. Samstag eine XXL Ori, Sonntag die Siegerehrung incl. Der berühmten Weckmänner.
    XXL-Ori bedeutete in diesem Fall eine 200km lange Fahrt über 5 Stunden zzgl. 90 Minuten Karenz. Vermutlich hat diese Länge einige Teams verschreckt, denn es fanden sich nur 15 Teams in Wülfrath ein. Da wurden einige Stamm-Teams vermisst. Sehr schade.

    Die Fahrtstrecke stellte ein „Best-of“ der letzten Jahre da. Durch einige Überführungsetappen kam man gefühlt überall einmal vorbei. Wodantal, Ruhrgebiet, Rüggeberg, Dornap um nur ein paar Beispiele zu nennen. Auch auf der letzten Veranstaltung hatte Jürgen einige Kniffe parat. Es sollte keiner fehlerfrei bleiben. Die Fehlerzahl wies ein breites Spektrum auf. Von 43 - 516 war alles dabei. Das lag sicherlich auch an der schwindenden Konzentration. Auf den Karten waren viele kleine Wege dargestellt und die Qualität war bei der Größe der Kartenausschnitten nicht die Beste. Die eingesetzte Dunkelheit tat ihr übriges dabei. So wurden auch die Kontrollen nicht mehr eindeutig erkannt. Auf dem mitlaufendem Video bei uns ist zu hören, wie wir beide sagen: „P“; die OK war jedoch ein „D“. Vielleicht sollte ich über eine neue Brille nachdenken. Die letzte der drei Etappen war überraschenderweise von den Fehlerpunkten die Beste. Dort blieben mehrere Teilnehmer fehlerfrei. Das Endergebnis wurde erst am Sonntag bei der Siegerehrung bekannt gegeben. Also etwas anders als sonst, da kein Ergebnis ausgehangen wurde. So war es bis zum Schluß spannend, wer die Weckmannfahrt gewonnen hatte. Hoffentlich konnten die Teilnehmer ruhig schlafen und waren nicht zu aufgeregt.
    Nachdem bereits fünf Teilnehmer in der Klasse B/C aufgerufen wurden, war klar, dass der Sieg zum Teil an den TCR ging. Das Team Opp/Schewior gewann 2019 in Wülfrath. Opp/Schewior ist doch eigentlich ein eingespieltes Team des MSC Dülken, da bleibt die Frage: wieso hat der TCR seine Finger im Spiel? In Wülfrath läuft halt alles etwas anders und so kam es, dass dieses Mal Charlotte Opp mit Klaus Schewior gefahren ist, denn Vater Stefan saß an der Mosel auf einem Hochsitz und wartet auf seinen Wildschweinbraten für Weihnachten. Mit nur zwei Fehlern waren die beiden klar vor uns. Lediglich durch die Zeitwertung konnten wir etwas näher rankommen, hatten aber immer noch ein paar Punkte Rückstand. Hans Gerd landete auf dem vierten Platz in der Gruppe B/C.

    Durch den Sieg bei der Weckmannfahrt, sicherte sich Charlotte 25 Punkte für den Niederrheincup und konnte damit noch an einigen Konkurenten vorbei ziehen und den zweiten Platz in der Gesamtwertung erreichen. Auch die Mannschaftswertung konnte der TCR für sich behaupten und so wird das Frühstück und die Siegerehrung nächstes Jahr bei uns in Remscheid ausgerichtet.

  • West-OM Saison beendet

    Sonntag, 27. Oktober 2019 - in Ori-Berichte

    Nachdem auch die Absage des zweiten Laufes im Saarland kam, war die Ori der RG Oberberg die letzte in der Westdeutschen-Orientierungsmeisterschaft 2019. Start ist im Haus Koppelberg traditionell um 17:00, also deutlich später als die meisten Orientierungsfahrten. Fahrtleiter Rainer Witte hatte in einem Vorbericht diese Startzeit nochmals begründet und ich persönlich gebe ihm Recht, dass dadurch die ORI ihren eigenen Charakter, ihren eigenen Flair bekommt.

    Der Fahrerbrief deutete schon an, was die Teilnehmer erwarten wird. Barrikaden, Halbpfeile, Amerikanisches Abbiegen usw. um nur ein paar Dinge zu nennen.

    Die Fahrt verlangte höchste Aufmerksamkeit der Beifahrer, denn fast in jeder Aufgabe gab es kleine Kniffe, die die Teams in Fehler locken sollte. Jedoch waren die Aufgaben nicht zu komplex, dass man nicht mehr weiterwusste oder verzweifelt war, weil man keine Lösung fand. So soll es sein.

    Die Fahrt hat viel Spaß gemacht, da auch für die Fahrer tolle Abschnitte dabei waren. Einen Teil dieser Fahrt wird auch im nächsten Jahr im Kalender vorhanden sein, denn die Remscheider ORI 2020 kommt auch an einigen Abschnitten vorbei (so viel kann man schonmal verraten).

    Im Ziel angekommen begann nach einer ausgiebigen Stärkung das Warten auf die Auswertung. Die folgte sehr zügig, da es auch nicht viel zu Diskutieren gab. Lediglich im Industriegebiet Kobeshofen hatten wir eine andere Lösung, als sich Rainer gedacht hatte. Das lag daran, dass eine Schranke während der Fahrt mal offen und mal geschlossen gewesen war. Ein paar Teilnehmer sind dann da durchgefahren, denn ein Sackgassenschild ist bekanntlich kein Sperrschild.

    Es war ein enger Kampf um die Platzierungen. Leider hatte Hans Gerd mit Platz 4 das Nachsehen und keinen Platz auf dem „Treppchen“ bekommen. Dieser Platz war in mehrfacher Hinsicht bitter. Im Vorfeld war klar, dass für die ADAC-Wertung ein Dritter Platz in Oberberg nötig wäre, um den Dritten Platz in der Gesamtwertung zu erreichen. Hans Gerd hatte 5 Fehler und nur ein paar Minuten Karenz gebraucht. 1 Fehler weniger und es hätte für Platz zwei in der Tageswertung gereicht. Da fragt man sich im Nachhinein: Welcher Fehler war denn jetzt der vermeidbarste? Die Antwort war schnell klar, denn es war der blödeste Fehler von allen: Die erste OK39 hat Hans Gerd einfach vergessen in die Bordkarte einzutragen. Das ist sicherlich jedem Orifahrer schonmal passiert, aber in dieser Situation kann man das am Wenigsten gebrauchen. Also im nächsten Jahr wieder versuchen.

    Dafür gingen zwei Plätze auf dem Treppchen nach Remscheid. Whisky in ungewohnter Rolle als Fahrer landete auf Platz 3. Er war mit Beifahrer Peter Beckers als einziges Team fehlerfrei in der ersten Etappe geblieben, fiel jedoch mit vier Fehlern in der zweiten Etappe zurück. Günter und ich hatten einen Fehler weniger und dies reichte zum Gesamtsieg. Die Platzierungen 1, 3 und 4 reichten in der Mannschaftswertung ganz knapp nicht zum Sieg. Dieser ging an den MSC Dülken.

    Damit ist die Saison 2019 so gut wie beendet. Im November bildet noch die Weckmannfahrt des MSC Wülfrath den Abschluss in den verbleibenden Meisterschaften.  


    Die berühmte Schranke. In diesem Moment offen gewesen.
  • Vorzeitige Meisterschaft

    Sonntag, 20. Oktober 2019 - in Ori-Berichte

    Der Fahrerbrief zur 23. Orientierungsfahrt „Rund um die Narrenmühle“ des MSC Dülken war im Vorfeld bereits im Internet veröffentlicht. So konnte man sich bereits auf die Fahrt geistig vorbereiten. Doch so viel zum Vorbereiten gab es gar nicht. „Punkte nur 1x“ und Striche „maximal 2x in voller Länge fahren“. Das waren die wesentlichen Aufgabenstellungen. Doch wer Fahrtleiter Norbert Walter kennt, wusste, dass die Fahrt dennoch nicht leicht wird.

     

    Aufgrund eines Wasserrohrbruches stand das übliche Startlokal nicht zur Verfügung. Im nächsten Dorf gab es noch eine Gaststätte, die uns Ori-Fahrer aufgenommen hat. Der Start fand dennoch auf dem altbekannten Parkplatz statt, da die Fahrtunterlagen bereits fertig waren. Also eine kurze Überführungsetappe. Alles kein Problem gewesen.

     

    Die Probleme kamen aber dann direkt in der Aufgabe 1. Zwei Fischgräten, vier Sackgassen und eine Zeitprüfung galt es zu lösen. Wir waren schon dabei die letzte Fischgräte zu lösen, als wir vor ein großes Rätsel gestellt wurden. Ein Stück Straße neben dem Aufgabenteil 4 war meiner Meinung nach wegretuschiert und so haben wir diese Straße beim Lösen der Fischgräte nicht berücksichtigt. Es kam eine etwas komische Lösung raus, aber sie war fahrbar und als wir auf dieser Lösung auch noch eine Kontrolle gefunden haben, dachten wir, dass es volle Absicht war, dass die Straße nicht befahrbar sein sollte. Die Lösung sah das anders. Am Ende gab es sogar einen Protest gegen diese Aufgabe, dem auch stattgegeben wurde.

     

    Ein paar Aufgaben später standen wir wieder vor einem Problem: Auf dem Weg zum letzten Pfeil der Aufgabe 4 kam man an ein „Anlieger frei“-Schild. Daran war eine OK4. Also haben wir unsere Fahrtrichtung beibehalten und suchten eine weitere Wendemöglichkeit. Punkte durften ja nicht noch einmal überfahren werden, also gab es nur noch die Möglichkeit mehrere Kilometer zurückzufahren und zu wenden. Hielten wir für unwahrscheinlich, aber siehe da, auf dem Weg hing eine weitere OK. Die war wohl für die anderen Klassen bestimmt. Im Ziel stellte sich dann heraus, dass die OK4 eine Wendekontrolle sein sollte. Über Nacht muss dann wohl der Querstrich abgefallen sein. --ERGÄNZUNG: Der Querstrich ist beim Abhängen der Kontrollen gefunden worden. Er wurde mutwillig abgerissen. Die auf der Weide stehende Kuh konnte leider keine genaue Täterbeschreibung abgeben. Ärgerlich, aber da kann auch keiner was dafür. --

    Aufgabe 5 war eine Textaufgabe: „Folgen Sie der B509 für 3,2 km“. Danach sollte man in die „Hülser Straße“ fahren. Als wir an der Kreuzung zu dieser Straße ankamen, hatte der Tacho erst 3,0 km angezeigt. Uns war klar, dass das auch so beabsichtigt war und man der B509 noch über die Kreuzung hinaus folgen musste und dann eine Wendemöglichkeit suchen musste. Aus den letzten Jahren war der Parallelweg zur Hauptstraße bekannt und so war es für uns klar, dass man diesen zum wenden nutzen musste. Etwas verdutzt waren wir als wir eine Wendekontrolle in der anderen Richtung gesehen haben. Aber zuordnen konnten wir diese nicht. Erst im Ziel kam die Auflösung für diese Kontrolle. Ebenso simple wie genial: Die Bundesstraße verlief ab dieser Kreuzung nicht geradeaus, sondern bog rechts ab. Dann wäre man nach 200m auch an die Wendekontrolle gekommen. Raffiniert gemacht diese Aufgabe.

     

    Jede Aufgabe hatte mindestens eine Gemeinheit auf Lager, die es zu entschlüsseln gab. Man musste über mehrere Ecken denken, um zur richtigen Lösung zu kommen. Ein Blick auf die Fehlerpunkte zeigt, dass dies nicht immer geklappt hat. Insgesamt 1.250 Fehlerpunkte sammelten die 10 Profi Teams. Bei den Anfängern gab es auch etwas viele Fehlerpunkte. Ein Neuling-Team schaffte die Fahrt mit 0 Fehlern.

    Da wir die 5 Stunden Fahrtzeit fast komplett in Anspruch genommen hatten, kamen wir etwas spät ins Ziellokal. Wir wollten uns erstmal stärken, da die Fahrt viel Kraft gekostet hat, bevor wir uns an den Diskussionen über die richtigen Lösungen beteiligten. Hans Gerd fing an, anhand seiner Mitschrift der Bordkarte, die erste Etappe auszuwerten. Gefühlt war der Rotstift nach der ersten Etappe leer. Auf dem Zettel war mehr rot, als alles andere. Manche Teilnehmer sprachen von 230 Strafpunkten alleine in der ersten Etappe. So schlimm kam es dann Gott sei Dank nicht, als das Veranstaltungsteam die Ergebnisse an die Pinnwand schrieb.

    Danach ging es schnell zur Siegerehrung. Wahrscheinlich hat sich jeder dann mit seiner Fehlerzahl abgefunden und darauf vertraut, dass die Fehler schon richtig zusammengefasst wurden.

    Für die Remscheider Teams gab es im Endergebnis nur Top oder Flop. In der Klasse N landeten Carsten und Elke bei Ihrer ersten Ori am Ende des Feldes, da Sie nicht rechtzeitig im Ziel angekommen waren. Günter und Wolfgang schafften leider nur Platz 10. Hans Gerd kam mit 150 Strafpunkten auf Platz 8 in die Wertung. In der Klasse B konnte Charlotte einen weiteren Klassensieg einfahren und landete im Gesamtergebnis auf Platz 3. Den Gesamtsieg konnten Günter und ich mit „nur“ 60 Strafpunkten holen. Während der Fahrt haben wir daran überhaupt nicht geglaubt, weil wir so oft nicht weiterwussten. Umso größer war die Freude über den Sieg, da wir damit wussten, dass wir genug Punkte in der ADAC Wertung gesammelt haben, um nächste Woche nicht mehr eingeholt werden zu können. Somit können wir ganz entspannt die Fahrt in Oberberg am Samstag angehen. Auch mal ein schönes Gefühl. Wir werden sehen, was Rainer an Überraschungen für uns bereithält.

  • Auswärtsfahrt in den Norden

    Montag, 7. Oktober 2019 - in Ori-Berichte

    Am 28.09.2019 stand der zweite Lauf der WEST-OM in Niedersachsen an. Der AC Bramsche hat zur 52. Haserundfahrt geladen. Bramsche: Das bedeutete für Günter -wie im letzten Jahr- auch einen Doppelstint. Am Vormittag fand noch eine Slalomveranstaltung statt, die zum ADAC zählte. Nach der Zielankunft, hieß es schnell nach Hause und um 12 Uhr sollte es dann Richtung Bramsche gehen.

    Renate war wohl diejenige, die am meisten besorgt war, dass irgendwas zeitlich nicht funktionieren wird. So wartete Günters Mittagessen bereits ab 11:30 Uhr auf ihn. Die Männer waren dort etwas entspannter und so ging es auch ganz gemütlich Richtung Norden. Da auf der A1 noch Stau war, konnten wir über die A43 ein paar Minuten gewinnen und waren pünktlich am Start angekommen.

    Der Fahrerbrief war bereits im Internet veröffentlicht worden und man konnte sich schon gedanklich auf die Fahrt vorbereiten. Insbesondere auf die Aufgabenstellungen, die wir im Westen nicht so häufig bis gar nicht fahren. Niveaugleiches Kreuzen war verboten und das Einbahnstraßensystem war zu beachten. Dazu noch ein paar gängige Aufgabenstellungen.

    Der AC Bramsche bezeichnet die eigene Fahrt als eine der besten Orientierungsfahrten des nordwestdeutschen Raumes. An dieser Stelle muss man auch sagen: Das ist wirklich so! Saubere und eindeutige Kopien, ein gut aufgemachtes Bordbuch, eine anspruchsvolle Aufgabenstellung, eine schöne Streckenführung, ausführliche Lösungsbeschreibung der Idealstrecke, die einem auf alle Fehler aufmerksam macht, sodass es keinerlei Diskussionen gibt. Einfach Top.

    Nach der ersten Etappe lagen wir zusammen mit einem Team aus der Klasse B mit nur einem Fehler vorne. Dies änderte sich jedoch mit dem Aushang der zweiten Etappe. Dort kamen drei weitere Fehler hinzu. Das war einer zu viel. Da stellt man sich die Frage: „Woran hat es gelegen?“ Gute Frage, und diese Frage bekommt auch keine Antwort. Denn alle Fehler wären zwar vermeidbar gewesen, aber auch nicht direkt offensichtlich, sondern wurden erst durch „Aha-Erlebnisse“ im Ziel bekannt und waren durch die ausführlichen Lösungen auch sofort nachzuvollziehen.

    So mussten wir uns - passend zu vier Fehlern – mit dem Vierten Platz zufriedengeben. Bei 18 Startern in den Profiklassen ist das beim Auswärtsspiel im Norden kein schlechtes Ergebnis. Auch wenn die drei Teams vor uns jeweils nur einen Fehler weniger hatten und wir dadurch den Sieg knapp verpassten, konnten wir zufrieden nach Hause fahren, denn für die verschiedenen Meisterschaften sind dies wichtige Punkte gewesen.

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