MOTORSPORT-NEWS

Aktuelle Neuigkeiten und News-Archiv

  • Vorzeitige Meisterschaft

    Sonntag, 20. Oktober 2019 - in Ori-Berichte

    Der Fahrerbrief zur 23. Orientierungsfahrt „Rund um die Narrenmühle“ des MSC Dülken war im Vorfeld bereits im Internet veröffentlicht. So konnte man sich bereits auf die Fahrt geistig vorbereiten. Doch so viel zum Vorbereiten gab es gar nicht. „Punkte nur 1x“ und Striche „maximal 2x in voller Länge fahren“. Das waren die wesentlichen Aufgabenstellungen. Doch wer Fahrtleiter Norbert Walter kennt, wusste, dass die Fahrt dennoch nicht leicht wird.

     

    Aufgrund eines Wasserrohrbruches stand das übliche Startlokal nicht zur Verfügung. Im nächsten Dorf gab es noch eine Gaststätte, die uns Ori-Fahrer aufgenommen hat. Der Start fand dennoch auf dem altbekannten Parkplatz statt, da die Fahrtunterlagen bereits fertig waren. Also eine kurze Überführungsetappe. Alles kein Problem gewesen.

     

    Die Probleme kamen aber dann direkt in der Aufgabe 1. Zwei Fischgräten, vier Sackgassen und eine Zeitprüfung galt es zu lösen. Wir waren schon dabei die letzte Fischgräte zu lösen, als wir vor ein großes Rätsel gestellt wurden. Ein Stück Straße neben dem Aufgabenteil 4 war meiner Meinung nach wegretuschiert und so haben wir diese Straße beim Lösen der Fischgräte nicht berücksichtigt. Es kam eine etwas komische Lösung raus, aber sie war fahrbar und als wir auf dieser Lösung auch noch eine Kontrolle gefunden haben, dachten wir, dass es volle Absicht war, dass die Straße nicht befahrbar sein sollte. Die Lösung sah das anders. Am Ende gab es sogar einen Protest gegen diese Aufgabe, dem auch stattgegeben wurde.

     

    Ein paar Aufgaben später standen wir wieder vor einem Problem: Auf dem Weg zum letzten Pfeil der Aufgabe 4 kam man an ein „Anlieger frei“-Schild. Daran war eine OK4. Also haben wir unsere Fahrtrichtung beibehalten und suchten eine weitere Wendemöglichkeit. Punkte durften ja nicht noch einmal überfahren werden, also gab es nur noch die Möglichkeit mehrere Kilometer zurückzufahren und zu wenden. Hielten wir für unwahrscheinlich, aber siehe da, auf dem Weg hing eine weitere OK. Die war wohl für die anderen Klassen bestimmt. Im Ziel stellte sich dann heraus, dass die OK4 eine Wendekontrolle sein sollte. Über Nacht muss dann wohl der Querstrich abgefallen sein. --ERGÄNZUNG: Der Querstrich ist beim Abhängen der Kontrollen gefunden worden. Er wurde mutwillig abgerissen. Die auf der Weide stehende Kuh konnte leider keine genaue Täterbeschreibung abgeben. Ärgerlich, aber da kann auch keiner was dafür. --

    Aufgabe 5 war eine Textaufgabe: „Folgen Sie der B509 für 3,2 km“. Danach sollte man in die „Hülser Straße“ fahren. Als wir an der Kreuzung zu dieser Straße ankamen, hatte der Tacho erst 3,0 km angezeigt. Uns war klar, dass das auch so beabsichtigt war und man der B509 noch über die Kreuzung hinaus folgen musste und dann eine Wendemöglichkeit suchen musste. Aus den letzten Jahren war der Parallelweg zur Hauptstraße bekannt und so war es für uns klar, dass man diesen zum wenden nutzen musste. Etwas verdutzt waren wir als wir eine Wendekontrolle in der anderen Richtung gesehen haben. Aber zuordnen konnten wir diese nicht. Erst im Ziel kam die Auflösung für diese Kontrolle. Ebenso simple wie genial: Die Bundesstraße verlief ab dieser Kreuzung nicht geradeaus, sondern bog rechts ab. Dann wäre man nach 200m auch an die Wendekontrolle gekommen. Raffiniert gemacht diese Aufgabe.

     

    Jede Aufgabe hatte mindestens eine Gemeinheit auf Lager, die es zu entschlüsseln gab. Man musste über mehrere Ecken denken, um zur richtigen Lösung zu kommen. Ein Blick auf die Fehlerpunkte zeigt, dass dies nicht immer geklappt hat. Insgesamt 1.250 Fehlerpunkte sammelten die 10 Profi Teams. Bei den Anfängern gab es auch etwas viele Fehlerpunkte. Ein Neuling-Team schaffte die Fahrt mit 0 Fehlern.

    Da wir die 5 Stunden Fahrtzeit fast komplett in Anspruch genommen hatten, kamen wir etwas spät ins Ziellokal. Wir wollten uns erstmal stärken, da die Fahrt viel Kraft gekostet hat, bevor wir uns an den Diskussionen über die richtigen Lösungen beteiligten. Hans Gerd fing an, anhand seiner Mitschrift der Bordkarte, die erste Etappe auszuwerten. Gefühlt war der Rotstift nach der ersten Etappe leer. Auf dem Zettel war mehr rot, als alles andere. Manche Teilnehmer sprachen von 230 Strafpunkten alleine in der ersten Etappe. So schlimm kam es dann Gott sei Dank nicht, als das Veranstaltungsteam die Ergebnisse an die Pinnwand schrieb.

    Danach ging es schnell zur Siegerehrung. Wahrscheinlich hat sich jeder dann mit seiner Fehlerzahl abgefunden und darauf vertraut, dass die Fehler schon richtig zusammengefasst wurden.

    Für die Remscheider Teams gab es im Endergebnis nur Top oder Flop. In der Klasse N landeten Carsten und Elke bei Ihrer ersten Ori am Ende des Feldes, da Sie nicht rechtzeitig im Ziel angekommen waren. Günter und Wolfgang schafften leider nur Platz 10. Hans Gerd kam mit 150 Strafpunkten auf Platz 8 in die Wertung. In der Klasse B konnte Charlotte einen weiteren Klassensieg einfahren und landete im Gesamtergebnis auf Platz 3. Den Gesamtsieg konnten Günter und ich mit „nur“ 60 Strafpunkten holen. Während der Fahrt haben wir daran überhaupt nicht geglaubt, weil wir so oft nicht weiterwussten. Umso größer war die Freude über den Sieg, da wir damit wussten, dass wir genug Punkte in der ADAC Wertung gesammelt haben, um nächste Woche nicht mehr eingeholt werden zu können. Somit können wir ganz entspannt die Fahrt in Oberberg am Samstag angehen. Auch mal ein schönes Gefühl. Wir werden sehen, was Rainer an Überraschungen für uns bereithält.

  • Auswärtsfahrt in den Norden

    Montag, 7. Oktober 2019 - in Ori-Berichte

    Am 28.09.2019 stand der zweite Lauf der WEST-OM in Niedersachsen an. Der AC Bramsche hat zur 52. Haserundfahrt geladen. Bramsche: Das bedeutete für Günter -wie im letzten Jahr- auch einen Doppelstint. Am Vormittag fand noch eine Slalomveranstaltung statt, die zum ADAC zählte. Nach der Zielankunft, hieß es schnell nach Hause und um 12 Uhr sollte es dann Richtung Bramsche gehen.

    Renate war wohl diejenige, die am meisten besorgt war, dass irgendwas zeitlich nicht funktionieren wird. So wartete Günters Mittagessen bereits ab 11:30 Uhr auf ihn. Die Männer waren dort etwas entspannter und so ging es auch ganz gemütlich Richtung Norden. Da auf der A1 noch Stau war, konnten wir über die A43 ein paar Minuten gewinnen und waren pünktlich am Start angekommen.

    Der Fahrerbrief war bereits im Internet veröffentlicht worden und man konnte sich schon gedanklich auf die Fahrt vorbereiten. Insbesondere auf die Aufgabenstellungen, die wir im Westen nicht so häufig bis gar nicht fahren. Niveaugleiches Kreuzen war verboten und das Einbahnstraßensystem war zu beachten. Dazu noch ein paar gängige Aufgabenstellungen.

    Der AC Bramsche bezeichnet die eigene Fahrt als eine der besten Orientierungsfahrten des nordwestdeutschen Raumes. An dieser Stelle muss man auch sagen: Das ist wirklich so! Saubere und eindeutige Kopien, ein gut aufgemachtes Bordbuch, eine anspruchsvolle Aufgabenstellung, eine schöne Streckenführung, ausführliche Lösungsbeschreibung der Idealstrecke, die einem auf alle Fehler aufmerksam macht, sodass es keinerlei Diskussionen gibt. Einfach Top.

    Nach der ersten Etappe lagen wir zusammen mit einem Team aus der Klasse B mit nur einem Fehler vorne. Dies änderte sich jedoch mit dem Aushang der zweiten Etappe. Dort kamen drei weitere Fehler hinzu. Das war einer zu viel. Da stellt man sich die Frage: „Woran hat es gelegen?“ Gute Frage, und diese Frage bekommt auch keine Antwort. Denn alle Fehler wären zwar vermeidbar gewesen, aber auch nicht direkt offensichtlich, sondern wurden erst durch „Aha-Erlebnisse“ im Ziel bekannt und waren durch die ausführlichen Lösungen auch sofort nachzuvollziehen.

    So mussten wir uns - passend zu vier Fehlern – mit dem Vierten Platz zufriedengeben. Bei 18 Startern in den Profiklassen ist das beim Auswärtsspiel im Norden kein schlechtes Ergebnis. Auch wenn die drei Teams vor uns jeweils nur einen Fehler weniger hatten und wir dadurch den Sieg knapp verpassten, konnten wir zufrieden nach Hause fahren, denn für die verschiedenen Meisterschaften sind dies wichtige Punkte gewesen.

  • "A" - bzw. "Aha"-Erlebnis

    Sonntag, 15. September 2019 - in Ori-Berichte

    Bei der diesjährigen „Zöppkesfahrt“ der MSG Solingen gelang einem Team der Klasse B der ganz große Sprung nach vorne. Für das Kölner Team war es der allererste Gesamtsieg in der noch jungen „Profi-Karriere“. Mit nur einem Fehler war dieser Sieg auch verdient. Der Fehler: Eine übersehene Wendekontrolle, die nur von zwei Profi Teams gefunden wurde. Wobei finden das falsche Wort ist, weil jeder automatisch vor eine Brückensperrung gefahren ist und die Wendekontrolle dort nur gut getarnt war (s. unten). Bei der Fahrerbesprechung machte der Fahrtleiter darauf aufmerksam, dass bei allen Wendekontrollen danach nach Natur weiter zufahren ist. Als wir im Ziel waren und keiner eine Wendekontrolle in der Bordkarte eingetragen hatte, wurde man schon skeptisch. Das „Aha-Erlebnis“ kam dann schnell, als wir erfuhren, wo diese Wende gehangen hat.

    Die Remscheider Teams haben alle diese Wende nicht gesehen. Dieses Schild war nicht das einzige was übersehen wurde. Das Team Freund/Sieper übersah eine durchgezogene Linie, Günter übersah ein weiteres Schild und Charlottes Fahrer hat an einer Stempelkontrolle nicht gehalten, die auch erst sehr spät zu sehen war muss man dazu sagen.

    Aber auch andere Teams machten Fehler, sodass das Ergebnis unter dem Strich erfreulich war.

    Ein Doppelsieg in der Klasse C holten Günter und Jan mit 5 Minuten Vorsprung vor Hans Gerd. Charlotte belegte Platz 4 in der Klasse B. In der Klasse A/K konnte Bernd den zweiten Platz erreichen. Mit diesen Ergebnissen reichte es in der Mannschaftswertung zum zweiten Platz.

    In zwei Wochen geht die Reise der Ori-Gemeinschaft zum AC Bramsche nach Niedersachsen. Wir sind gespannt was uns dort erwarten wird.


    Gut getarnt in der Baustellenabsperrung hing die Kontrolle "A".
  • Klassensieg, Doppelsieg, Gesamtsieg

    Sonntag, 8. September 2019 - in Ori-Berichte

    Nachdem in den vergangenen Jahren die Ori des PSV Köln aus verschiedensten Gründen nicht immer stattfinden konnten, gab es in diesem Jahr zusammen mit dem AC Hamm eine gemeinsame Veranstaltung. Die 14. "Raiffeisen Classic".

    Am selben Tag fand die historische Klingenfahrt des MSG Solingen statt, sodass sich einige Teilnehmer sich entscheiden mussten, ob Sie Ori oder Oldtimer fahren wollten. Dennoch waren vor allem in der Profiklasse viele Stammfahrer vertreten.

    Die Kooperation zwischen Köln und dem AC Hamm war ein voller Erfolg. In der Gegend in Rheinland-Pfalz gibt es jede Menge fahrbare Wege, von denen wir bei uns nur träumen können. Auch das Genehmigungsverfahren soll wohl deutlich einfacher sein. Whisky stellte sich als Fahrtleiter zur Verfügung und kreierte eine wunderbare Fahrtstrecke zusammen. Da es in der Region keine Industriegebiete gibt, in denen man komplexe Aufgaben erstellen kann, musste man auf der Strecke immer wieder aufpassen, dass man nicht gegen Pfeile fährt und ob der vermeintlich nächste Aufgabenteil wirklich der auf kürzestem Wege erreichbare ist.

    Immer wieder wurden einlinige Wege gefahren, bei dem man sich manchmal fragt, ob man da wirklich herfahren kann bzw. sollte. Aber zur Belohnung gab es immer ein Schild zu notieren, sodass man ein gutes Gefühl hatte. Kurz vor dem Ende der ersten Etappe gab es eine Sollzeitprüfung, die viel mehr eine Bestzeitprüfung darstellte. Hans Gerd hatte sich die Mühe gemacht und die Strecke bei Google nachgemessen. Bei einer Sollzeit von 1:30 min, musste die GLP mit einem Schnitt von ca. 60 km/h gefahren werden. Das war schon nicht ohne. Als Belohnung gab es für den besten Fahrer ein Satz Reifen zu gewinnen. Ein Team aus der Klasse A lag ganze 7 Hundertstel neben der Idealzeit und sicherte sich somit verdient diesen Sonderpreis.

    Auch bei der Siegerehrung wurden jede Menge Preise verteilt. Die Firma „Vredestein“ hat die Preise für die Veranstaltung zur Verfügung gestellt. Für jede Klasse der Ori und für jede ausgeschriebene Oldtimerklasse gab es (riesige) Pokale und einen weiteren Satz Reifen für den Gesamtsieger. Wie es die Überschrift schon erahnen lässt, konnte der TCR den Hauptgewinn abräumen.

    Charlotte holte sich in der Klasse B den Klassensieg mit einer fehlerfreien zweiten Etappe. Der Klassensieg bedeutete zugleich Platz 2 im Gesamt. Günter und Jan konnten als einziges Team in beiden Etappen fehlerfrei bleiben und machten somit den Doppelsieg perfekt. Leider reichte es für Hans Gerd nur zum 8. Platz, sodass in der Mannschaftswertung für den TCR nur der dritte Platz drin war. Aber es gab immerhin noch eine Büchse Bier für die nächste Vereinsfeier.

    Die Kooperation zwischen den beiden Vereinen hat wunderbar funktioniert. Es war eine rundum gelungene Veranstaltung, die sehr viel Spaß gemacht hat. Wenn es im nächsten Jahr keine Terminüberschneidung mit einer anderen Veranstaltung gibt, werden sicherlich noch mehr Teams den Weg nach Rheinland-Pfalz finden.

     

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